Stimmbildung
Ausbildung der Sprech
– und Singstimme durch Stimmbildung und „Stimmbildung am Lied“. Registerkoordination,
Intonation, Dynamik und Geläufigkeit der Stimme, Atmung und Stütze,
Stimmsitz und Resonanz, Erweiterung des Stimmumfangs auf mindestens 2,5
- 3 Oktaven, Sprache und Sprachmelodie. Stimmphysiologie sowie die Fähigkeit
zum selbständigen erarbeiten Stimmgerechter Übungen.
Gesangunterricht
Interpretation,
Ausdruck und Stilistik, Rhythmus und Bewegung, Mikrofon singen, mehrstimmiges
Singen, Bühnenpräsenz. (auch über Gastlehrer)
Was ist funktionale
Stimmbildung?
Es ist wichtig die
Stimme an die Aufgaben heranzuführen, die das richtige Singen und
Sprechen an sie stellt. Oft liegt das Qualitätsbewusstsein des Laien
in Bezug auf die Fertigkeiten seiner Stimme weit hinter seinen tatsächlichen
Möglichkeiten. Daraus ergibt sich die klare Forderung, die Stimme
technisch auf die Schwierigkeiten des richtigen Singens vorzubereiten.
Diese Aufgabe obliegt der Stimmbildung.
Was ist Gesangunterricht?
Kunstvolle Phrasierungen,
klangvolle strahlende Stimmgebung, die man in der Stimmbildung erlernt,
lassen sich nun in Ausdruck und Interpretation beim eigentlichen Singen
leicht umsetzen. Den Schüler/Sänger zu unterweisen mit den erlernten
Fähigkeiten seinen persönlichen künstlerischen Ausdruck
beim Singen zu finden, ist die Aufgabe des Gesangunterrichts.
Stimmbildung oder
Gesangunterricht ?
Im Idealfall beides.
Beginnen Sie auf alle Fälle mit der Stimmbildung und fügen Sie
Anfangs gelegentlich den Gesangunterricht ein. Erfahrungsgemäß
wird ein guter Lehrer in den ersten Monaten gar nicht oder eher wenig mit
Ihnen direkt an Liedern arbeiten. Werden Sie aber nicht ungeduldig. Die
Mühe mit der Stimmbildung lohnt sich.
Welche Voraussetzung
sollte ich mitbringen?
Musikalität,
Intonationsvermögen, Gefühl für Rhythmus und Takt sowie
Spaß am Singen und musizieren. Sie sollten nicht allzu schüchtern
sein und mindestens eine gewisse Souveränität an den Tag legen
und ein Grundvertrauen in sich selbst haben. Die Stimme ist gewissermaßen
der Spiegel der Seele, so kann die Beschäftigung mit Stimme und Sprache
auch Besinnung auf das Geistige sein und sich auf die Persönlichkeit
auswirken. Im Idealfalle tut es dies auch! Sie sollten ein gutes Bildhaftes
Vorstellungsvermögen besitzen.
Außerdem benötigen
Sie auf alle Fälle Zeit für regelmäßiges üben.
Der Unterricht dient Ihnen dabei als Wegweiser, die eigentliche Arbeit
das Training der Stimme und das häufige üben müssen Sie
zu Hause erledigen können.
Klassik, Pop,
Soul, Jazz oder Rock – welcher Stil wird unterrichtet?
Für die Ausbildung
der Sprech - und Gesangsstimme gibt es keine Stilgebundenen Unterschiede.
Die Technik einer gesunden und ausdruckstarken Gesangsstimme ist nicht
von einer Stilistischen Besonderheit abhängig. Für den Profi
ist klar, dass jede Stimme nach denselben technischen und künstlerischen
Grundsätzen arbeitet. Unterschiede in der Art der Darbietung sind
immer auf eine persönliche und gewollte Differenzierung durch den
Sänger selbst zurückzuführen, der den Gesangsstil in jahrelanger
Übung in eine bestimmte Richtung hin kanalisiert. Unterschiede bei
der Ausbildung der Sängerstimme sind daraus nicht abzuleiten, wenn
man von einer gewissen Art der stilistischen und genregebundenen Ausrichtung
absieht. Nur die Art des Vortragens differiert in den unterschiedlichen
Genres. Nur die technisch durchdrungene Stimme, ist in der Lage vielseitig
und Genreübergreifende Vorträge zu liefern.
Für diese Tatsache
das nötige Verständnis zu entwickeln bedarf es einiger Erfahrung
und dieser Sachverhalt ist einem beginnenden Schüler oft schwer nahezubringen.
Als gutes Beispiel
sei hier vielleicht erwähnt, das der walisische Sänger Tom Jones
über eine eher klassische Stimme verfügt und sein Publikum seit
jahrzehnten mit den feurigen Klängen seines ihm eigenen Pop und Souls
begeistert. (Es gibt z.Bsp. Sehr interessante Musical-CD’s von Tom Jones
in denen er klassisches Musical singt) Die Kraft und der Glanz dieser Stimme
ist das Ergebnis einer guten Stimmtechnik. Nach den selben „Mechanismen“
arbeiten so hervorragende Stimmen wie die von Destiny Child oder Mariah
Carrey, so unterschiedlich diese klanglich auch zu sein scheinen liegen
Ihnen doch die gleichen sängerischen und technischen Fertigkeiten
zu Grunde.
Wie oft sollte
man zum Unterricht gehen?
Wenn zu einer vorangegangenen
Stimmprobe eine ausreichende Begabung festgestellt wurde empfiehlt es sich
etwa eine Stunde pro Woche zum Unterricht zu gehen. Weniger als drei Unterrichtsstunden
pro Monat sind nicht zu empfehlen und setzen intensives häusliches
Üben voraus!
Wie lange sollte
man zum Unterricht gehen (oder warum soll ich mich für eine längere
Zeit festlegen)?
Beim singen gibt
man etwas von sich preis. Das Gefühlsleben eines guten Sängers
liegt vor seinem Publikum auf dem "Präsentierteller". Diese Preisgabe
der Emotionen verlangt der Lehrer von Dir schon beim einstudieren Deines
Repertoires. Doch dazu muß man ein Vertrauensverhältnis zu seinem
Lehrer aufbauen, welches nicht über Nacht entsteht. Aus der erfolgreichen
Vermittlung von Fertigkeiten in den Monaten während der Stimmbildung
sollte nun die Gewissheit entstanden sein, dass das Training und alle Anweisungen
bisher immer zum gewünschten Ergebnis geführt haben, und das
es nun selbstverständlich ist, den Ideen und Ausdrücken Gestalt
beim singen zu geben ohne sich beim Vortrag über seine Gefühle
zu schämen. Dieses Grundvertrauen in den Lehrer entsteht aber nicht
über Nacht. Es bedarf einer gewissen Zeit um zu erkennen, dass die
Forderungen nach einer glaubhaften Interpretation nicht aus der Luft gegriffen
sind und einigen Mutes, sich zuerst vor dem Lehrer und später dann
auch vor dem Publikum preiszugeben.
Wie oft sollte
man üben?
Es gilt der Grundsatz:
Häufig aber Kurz!
Üben Sie lieber
mehrmals Wöchentlich in nicht zu ausgedehnten Sitzungen zu Hause.
Belasten Sie dabei Ihre Stimme - besonders zu Anfang - nicht übermäßig.
Das häufige (aber schonende) Üben erzeugt eine Art „Aufrichten“,
eine „Neukonfiguration“ Ihres Stimmapparates, der oft durch falschen Gebrauch
der Sprechstimme seiner natürlichen Funktion entrückt ist.
Was bringt mir
der Unterricht persönlich?
Durch das Singen
vollziehen sich (über das erlernen technischer Fähigkeiten hinaus)
bewusst und unbewusst bestimmte Veränderungen an Stimme und innerer
Haltung beim Sänger. Im günstigsten Falle besinnt sich der Sänger
wieder auf die geistigen Aspekte seiner Persönlichkeit und lernt,
seinen Gefühlen einen musikalisch-künstlerischen Ausdruck zu
verleihen, mit denen er das Publikum auch überzeugen kann. Sicherlich
profitieren davon auch andere Lebensbereiche.
Wie lange dauert
eine Gesangausbildung?
Eine Frage, die
sich pauschal nicht beantworten lässt. Je nachdem welches Können
- welche Vorkenntnisse und welches Umsetzungsvermögen Sie mitbringen
dauert das Erwerben solider Kenntnisse und Fähigkeiten etwa 2-3 Jahre.
(Talent und Willen zum regelmäßigen Üben vorausgesetzt)
Diesen Zeitraum sollten Sie unbedingt auch einkalkulieren. Aber auch danach
werden Sie als versierter Sänger immer noch dazulernen. Vergleichbar
wäre hier das erlernen eines Instrumentes wie Klavier oder Gitarre.
Was benötige
ich für den Unterricht?
Da der Unterricht
aufgenommen wird (auf Kassette), um so die Übungen zu Hause vertiefen
zu können, empfiehlt es sich einen Walkman oder Minidiscplayer mit
Mikrofonanschluss zum Unterricht mitzubringen. Diese kann man mittlerweile
relativ preiswert in jedem Audiogeschäft oder aus „zweiter Hand“ bekommen.
Jedenfalls ist auch immer ein Walkman hier zur Verfügung, falls jemand
noch keinen hat.
Mit welchen Kosten
muß ich rechnen?
Um detaillierte
Auskünfte zu erhalten empfehlen wir ein ausführliches Gespräch
im Rahmen einer kostenlosen Stimmprobe bei uns.
Gibt es eine kostenlose
Stimmprobe?
Selbstverständlich!
Wir führen mit allen Schülern eine kostenlose Stimmprobe und
ein anschließendes ausführliches Gespräch durch. Nach einer
erfolgreichen Stimmprobe empfehlen wir dem Schüler erst einmal einen
Probemonat bei uns zu vereinbaren, in welchem er mindestens drei Unterrichtsstunden
absolvieren sollte, um für sich selbst festzustellen ob er mit dem
Unterrichtsinhalt und der Unterrichtsmethodik klar kommt. Ob er den Zweck
und den Ablauf der Übungen erfasst und ob er vor allem Zeit zum häuslichen
Üben aufbringen will und kann. Innerhalb des Probemonats kann er sich
auf Wunsch jederzeit den Vertrag zurückgeben lassen ohne irgendeine
Verbindlichkeit einzugehen. Auch nach diesem ersten halben Jahr prüfen
wir erst die Ergebnisse bevor wir uns für eine weitere Ausbildungszeit
entschließen, so dass die Zeiträume überschaubar bleiben.
Generell weisen wir aber darauf hin, das es für Sänger mit wenigen
oder schlecht entwickelten Fähigkeiten keine festgelegten Zeiträume
gibt in denen sich die Stimme entwickelt. Dies hängt in erster Linie
immer von der Qualität des Unterrichts, vor allem aber von auch dem
persönlichen Engagement des Schülers/Sängers ab.
Wenn Sie Interesse
an einem Probemonat haben, können Sie gerne einen Termin mit uns vereinbaren.
Für weiterführende Fragen stehen wir selbstverständlich
auch Telefonisch zur Verfügung. 0170 842 03 40 |