Was ist Funktionales Stimmtraining?
(Teil 2)
Das „Funktionale Stimmtraining“
nimmt dabei besonders Bezug auf die physiologischen Voraussetzungen des
menschlichen Stimmorgans.
Die bewusste und gezielte
Anregung reflektorischer Muskelaktivitäten bei der Phonation ist das
Hauptanliegen des „Funktionalen Stimmtrainings“. Dabei greifen wir immer
auf die Erkenntnisse aktueller Forschung zurück und entwickeln die
Sängerstimmer in Einklang mit physiologischen Gegebenheiten.
Im Gegensatz zu bestimmten
Erfahrungslehren oder so genannten „Methoden“ in den Bereichen herkömmlicher
Stimmbildung wartet Funktionales Stimmtraining mit vorhersagbaren,
spekulationsfreien Ergebnissen auf, die sich bei nahezu jedem Lernenden
herbeiführen lassen, zuverlässig wie ein Uhrwerk - um Stimmprobleme
zu beseitigen. Darin ist es den meisten anderen Gesangsschulen
überlegen. Der Nachteil (wenn man es so nennen will) liegt in der
stark analytischen Ausprägung. Schüler, welche Ihre
Stimme vorzugsweise metaphysisch und/oder als reines Körpergefühl
„erfahren“ und „begreifen“ wollen, tun sich schwerer damit.
Aber keine Angst. Wir berücksichtigen den Wert der
Imagination genauso, wie es auch andere Gesangsschulen tun. Trotzdem
unterscheidet sich unsere Herangehensweise deutlich von denen herkömmlichen
Gesangunterrichts. Das Funktionale Stimmtraining
arbeitet sozusagen entkoppelt von jeder Metaphysik und arbeitet dadurch auch
leicht an bestimmten psychischen Blockaden vorbei, weil das Augenmerk nur
noch auf dem Training funktionaler Abläufe liegt. Mit diesem Ansatz
ändern sich auch die Möglichkeiten bei der Ausbildung.
Das Verständnis für
die funktionalen Zusammenhänge ist dabei unerlässlicher Lernstoff
bei der Ausbildung. Für dieses Verständnis und dessen Anwendung
steht das Funktionale Stimmtraining.
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